Vulkanismus

Vulkanismus2017-05-15T15:04:30+00:00

Willkommen im Land der jungen Vulkane der Ardèche !

Die „Sucs“, die Gipfel des Vulkanmassivs der Ardèche, laden mit ihren jungen Vulkanen zu Wanderungen in einer außergewöhnlichen Landschaft ein, die sich von den Cevennen bei Viviers bis zu den Bergen der Ardèche erstreckt und das Flusstal der Ardèche sowie ihrer vielen Nebenflüsse umfasst.

Seit den 70er Jahren haben Geologen mehr und mehr die vulkanischen Schätze der Ardèche hervorgehoben, die lange Zeit im Schatten der Vulkane der Auvergne verblieben waren. Durch die vulkanische Aktivität wurden erstaunliche Landschaften geschaffen, die für diese geologisch junge Epoche vor weniger als 35.000 Jahren charakteristisch sind.

In Pont-de-Labeaume, dem Eingangstor zu den Cevennen und den jungen Vulkanen der Ardèche, bekommen Sie am Dorfausgang beim Pont de Rolandy auf einen Blick einen Eindruck von den geologischen und insbesondere vulkanischen Kuriositäten dieser Gegend (siehe Foto unten). Von hier aus können Sie zwischen den Talsenken und Bergen der Ardèche auf Tour gehen, um alle vulkanischen Reichtümer der Region zu entdecken.

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Fabras

Die Formationen aus Basaltgestein über dem Lignon gehören zu den schönsten in Europa: Aussichtspunkt beim Pont de l’Echelette.

Jaujac

Der Name des erloschenen Vulkans „Coupe de Jaujac“ ist auf seine Form zurückzuführen, die – so sagt man – an eine Trinkschale erinnert. „Dies ist einer der am regelmäßigsten geformten Vulkane Frankreichs, vielleicht sogar der vollkommenste.“ (Brousse & Berger, 1967, S.3). Der Kegel ist typisch für einen Vulkan des Strombolityps.

In der Umgebung finden sich hauptsächlich vulkanischen Bomben sowie in geringeren Ausmaß auch kleinere Lavaströme. Verschiedene Autoren vermuten, dass der Krater während seiner Entstehungsphase mindestens einmal mit einem Lavasee gefüllt war. Tatsächlich lassen sich die Spuren erstarrter Lava bis zum Zentrum des Kraters zurückführen.

Der vom Coupe de Jaujac ausgespuckte Lavastrom zeichnet sich durch seine Stärke aus. Auf einer Länge von nicht mehr als 3,5 km erreicht er eine Dicke von etwa 50 Metern. Vermutlich wurde er durch den früher ausgestoßenen Lavastrom des Souilhol aufgehalten.

Am Fuße des Vulkans befindet sich die unter dem Namen Peschier bekannte Mineralquelle, von der einst rege Gebrauch gemacht wurde. An diesem Ort können Sie immer noch von dem klaren, sprudelnden und eisenhaltigen Wasser kosten.

Als geologisch seltenes Phänomen sind die Basaltströme des Jaujac eine vulkanische Kuriosität. An den Ufern des Lignon finden sich mit achteckigen Säulen bedeckte Steilwände. Diese sind das Ergebnis von blauen Basaltströmen vulkanischen Ursprungs, die beim Abkühlen die Form von Prismen angenommen haben. Flussaufwärts des Jaujac erstrecken sich die versteinerten Lavaströme auf 3,5km und bilden eine spektakuläre Landschaft.

Den besten Blick auf die Säulen mit dem Spitznamen „Basaltorgel“ hat man von der schönen römischen Brücke in Chastelas.

Meyras – Neyrac-les-Bains

Basaltorgeln und Tropfsteine in unmittelbarer Nähe der Touristeninformation von Meyras-Neyrac.

Maar Doris, Stromboli-Vulkan von Souilhol. Der Vulkan von Souilhol und seine zwei Lavaströme sowie das Maar Doris gehen tatsächlich auf die letzten Eruptionen im Bass-Vivarai zurück. Der Vulkan von Souilhol, der sich am Zusammenfluss von Ardèche und Lignon befindet, überragt das Thermalbad von Neyrac. Es handelt sich hierbei um einen trichterförmigen Krater, aus dem einst zwei Basaltströme ausgeflossen sind. Der erste Lavastrom hat den Krater in Richtung Lignon verlassen und schrittweise die Täler von Lignon und Ardèche (bis zum Pont de Labeaume) gefüllt. Ein weiterer Strom hat nach seinem Austritt aus einem Riss an der Vulkanbasis Neyrac umflossen.

Kohlendioxid-Mofette in Neyrac-les-Bains. Als Mofette wird eine Ausströmung von Kohlendioxid bezeichnet, die beim Abkühlen von Lava unter der Erde entsteht. Von diesem ziemlich spektakulären Naturphänomen gibt es nur drei in Europa: in der Hundsgrotte bei Pozzuoli in der Nähe von Neapel, in Royat (Puy de Dome) und in Neyrac.
Das Kohlendioxid ist in der Luft leicht festzustellen, denn es ist schwerer als die umgebene Luft und bleibt deshalb am Boden. Anders als der Sauerstoff in der atmosphärischen Luft wirkt Kohlendioxid nicht verbrennungsfördernd, so dass jedes in Brand gesetzte Objekt ganz einfach erlischt. Oberhalb des Kohlendioxids befindet sich jedoch eine Schicht mit einer Mischung aus atmosphärischer Luft und CO2, und in diesem Bereich brennt die Flamme einer Kerze mit verminderter Intensität. Diese Schicht ist einige Zentimeter dick, wobei die Konzentration an CO2 steigt, je mehr man nach unten geht

Informationen

  • Weitere Informationen erhalten Sie in den Touristenbüros.
  • Sitz der geologischen Gesellschaft der Ardèche (Société Géologique de l’Ardèche) in Jaujac am Château Castrevieille: +33 04 75 35 47 79
  • Verein CLAPAS: +33 04 75 93 38 73

Wenn Sie mehr über Vulkanismus in der Ardèche wissen möchten, so besuchen Sie die Website des SITHERE (Syndicat Intercommunal pour le Thermalisme et l’Environnemenr) :  www.volcans-ardeche.com
Der Gemeindezweckverband organisiert Ausflüge mit Geologen.